Islam

Der Islam ist d i e Religion Gottes, die er als Richtschnur der Menschheit zum Leben gegeben hat. Der erste Mensch, Adam, war Muslim (=gottergeben). Alle biblischen und alttestamentarischen Propheten (inkl. Moses und Jesus) waren Muslime und haben stets die gleiche Botschaft überbracht. Da diese göttliche Botschaft von den Menschen immer wieder verfälscht wurde, mussten Propheten gesandt werden, die die originäre Lehre wieder auffrischten. So wurde Moses die Thora, Jesus die Bibel und Mohamed der Koran gegeben. Gott versprach im Koran, dass dieses Buch und Mohameds Botschaft nie wieder verfälscht werde und für alle Zeiten Geltung habe.

Muslime glauben an den e i n e n Gott, Der Himmel und der Erde sowie alle Weltenbewohner geschaffen hat. Sie glauben an die von Ihm geschaffenen Engel; an die von Ihm offenbarten Bücher Thora, Evangelium & Koran; an die von Ihm gesandten Propheten, angefangen von Adam einschließlich Noah, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob, Joseph, Hiob, Moses, Aaron, David, Salomon, Elias, Jonas, Johannes, Jesus und Mohammad Friede sei mit ihnen allen; an den Tag des Jüngsten Gerichtes und ein Leben nach dem Tod; und an die Verantwortlichkeit des Einzelnen für seine Handlungen trotz Gottes Vorauswissen aller Geschehnisse und Seiner Allmacht. Auch wenn Gottes abschließende Botschaft an die Menschen, eine Bestätigung und gleichzeitig Erinnerung der ewigen Botschaft dem Propheten Mohamed (Friede sei mit ihm) durch Gabriel (Friede auch mit ihm) offenbart wurde, so sollen die Muslime dennoch keinen Rangunterschied zwischen den Propheten vornehmen.

Islam bedeutet Frieden machen und Hingabe. Frieden machen heißt, dass der Gläubige mit sich selbst und mit seiner Umgebung in Frieden leben soll. Hingabe drückt sich in der Annahme des Willens Gottes aus. Der Muslim erlangt mit dem Islam Frieden durch seine Hingabe in Gottes Willen. Im Quran (5:3), sagt Gott selbst, dass Er den Islam für die Menschen als Religion erwählt hat: "...Heute habe ich für euch eure Religion vollständig gemacht, und Ich habe Meine Gnade an euch erfüllt, und Ich habe für euch den Islam als Religion gemacht...". Die abendländische Bezeichnung "Mohammedaner" lehnen die Muslime ab, da Mohamed (Allahs Segen und Frieden auf ihm)* als Prophet der Überbringer der Botschaft des Islam war, Gott allein aber anbetungswürdig ist.

Allah ist das arabische Wort für "der eine Gott" und nicht der Name eines eigenen Gottes der Muslime. Allah ist der einzige zu Recht angebetete und verehrte Schöpfer des Universums; auch arabische Christen nennen Gott Allah. Er schuf die Menschen und zeigte ihnen durch seine Offenbarungen den besten Weg für sie im Diesseits, damit sie im Jenseits mit dem Paradies belohnt werden und nicht eine Strafe erleiden. Interessanterweise gibt es keinen Plural für das arabische Wort Allah!

Der Zweck der Gottesdienste im Islam ist es, sich der Gegenwart Gottes bewusst zu werden. Der Gottesdienst, sei es nun das Gebet, das Fasten oder die Armenabgabe, ist ein Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel, Gottes Wohlgefallen zu erlangen. Aber nicht nur dies ist nach islamischem Verständnis Gottesdienst. ALLES, was man im Bewusstsein Gottes tut, ist Gottesdienst. So kann Essen, Trinken, ja sogar Schlafen Gottesdienst sein, wenn es im Gedenken Gottes geschieht.

Der Islam basiert auf den fünf Säulen, aus denen sich grundlegende Pflichten ergeben. Diese sind:

1) Das Glaubensbekenntnis (Shahada): Das Bezeugen, dass es nur Einen einzigen Gott gibt und dass Mohamed Sein Gesandter ist.

2) Das Gebet (Salah): das fünfmal am Tag vorgeschrieben ist. Es ist ein fünfmal tägliches zur Ruhe kommen, ein sich Besinnen auf seinen Schöpfer, den Sinn des Lebens und das Bewusstwerden, dass die Dinge des Alltags nicht Ende und Maß aller Dinge sind. Darüber hinaus reinigt und stärkt das Gebet den Menschen, den Versuchungen des Lebens zu widerstehen.

3) Das Fasten im Monat Ramadan (Saum): Hier enthalten sich die Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang von Essen, Trinken, Sex, Zigaretten, üblem unnützem Geschwätz und sonstigen Begierden des Alltags. Man lernt in diesem Monat seine Begierden und seinen Körper zu kontrollieren. Das Fasten lehrt einen Frömmigkeit, Aufrichtigkeit, Mitgefühl mit den Armen, aber auch Gemeinschaftsgefühl, Familienzusammenhalt, denn in diesem Monat wachsen die Menschen zusammen, durch gemeinsames Fastenbrechen zum Sonnenuntergang in der Moschee mit der Gemeinde oder bei den vielen Einladungen in privaten Kreisen.

4) Die Armensteuer (Zakat), ist eine Pflichtabgabe für die Armen. Es ist das Recht der Armen am Vermögen der Wohlhabenden. Dies sind in der Regel 2,5 % des überschüssigen Vermögens, also von dem Vermögen, was über ein Jahr nicht angerührt, in Umlauf oder irgendwie genutzt wurde.

5) Die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch), soll jeder Muslim, der körperlich und finanziell dazu in der Lage ist, mindestens einmal im Leben verrichten.

Alle Säulen dieses Glaubensgebäudes sollten die gleiche Relevanz für einen Muslim besitzen, um dem Gebäude seine entsprechende Gestalt zu verleihen. Es ist widersprüchlich, wenn jemand die Pilgerfahrt vollführt, ohne dass er fastet oder die Gebete regelmäßig verrichtet. Stellen wir uns weiterhin ein Gebäude vor, welches nur aus Säulen besteht. Man kann es kaum ein Gebäude nennen. Dazu muss es ein Dach, Wände und auch Türen und Fenster besitzen. Diesen Teil des Glaubensgebäudes bildet im Islam das moralische Verhalten, das sich in Tugenden wie z.B. Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit, Geduld und vielen anderen Eigenschaften äußert. Deshalb sollte ein Muslim nicht nur die Säulen des Islam praktizieren, sondern auch stets bemüht sein, seinen Charakter entsprechend weiterzuentwickeln.

 

 

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